Der Idiot (russisch Идиот Idiot) ist der Titel eines zuerst von Januar 1868 bis Februar 1869 in der Zeitschrift Russki Westnik publizierten Romans Fjodor Dostojewskis, der von der Literaturwissenschaft in die Reihe seiner großen Werke eingeordnet wird. Darin führt der Autor den „Hauptgedanke[n] des Romans“ durch, in einer Art Experiment einen „im positiven Sinne schönen Menschen“[1] – den jungen Fürsten Myschkin – nach einem langen Schweizer Refugium mit der zeitgenössischen Petersburger Gesellschaft zu konfrontieren. In seiner naiven, unkonventionellen Art begegnet der an Epilepsie leidende, psychisch labile Protagonist den Menschen in ihren persönlichen und sozialen Spannungen und Widersprüchen und ihrem daraus resultierenden Leid und scheitert tragisch in seinen Bemühungen, ihnen zu helfen. Die erste deutsche Übersetzung von August Scholz erschien 1889, viele weitere folgten (s. Entstehungs- und Publikationsgeschichte).
Der 26-jährige Fürst Lew Myschkin[2] kehrt nach einem fünfjährigen Aufenthalt in einem Schweizer Sanatorium an einem Novembermorgen nach Russland zurück, um in Sankt Petersburg nach dem Tod eines Verwandten eine Erbschaftsangelegenheit zu klären. Obwohl seine Epilepsie erfolgreich behandelt wurde, haben sich durch seine Isolation kindlich-naive Verhaltensweisen erhalten, und er wird von der Gesellschaft als „Idiot“, in der Bedeutung eines weltfremden Sonderlings, belächelt.
Quelle: Wikipedia